Projektträger

NABU Baden-Württemberg

Laufzeit

2018/ 2019

Das Projekt

Im Projekt „Biodiversität für Biogasanlagen – naturverträgliche Alternativen zum Maisanbau“ des NABU-Baden-Württemberg werden ab 2018 Wildpflanzenmischungen als Alternative zum Anbau von Biogas-Mais erprobt. Dabei baut das Projekt auf erste landwirtschaftliche Erfahrungen in diesem Bereich auf, denn in Baden-Württemberg gab es bereits verschiedene Praxisversuche mit Wildpflanzenmischungen als Energiepflanzen. Über anderthalb Jahre werden drei Betriebe bei der Aussaat und Ernte von ein- und mehrjährigen Wildpflanzenmischungen begleitet und die dabei gewonnen Erfahrungen weitergegeben. Im ersten Jahr bestehen die Mischungen beispielsweise aus Malven, Sonnenblumen und anderen bis 2,50 m großen Pflanzen. Während der Vegetationsperiode bieten die Wildpflanzen mit ihren Pollen und Sämereien Vögeln und Insekten Nahrung. Im Herbst und Winter bieten die abgeernteten Stoppeläcker Wildtieren wie Hasen und Rebhühnern Unterschlupf und schützten den Boden vor Erosion.

Workshops, Feldexkursionen und andere Veranstaltungen führen vorhandene Praxiserfahrungen für Landwirtinnen und Landwirte zusammen, beispielsweise vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg. Vermittelt wird dabei Know-how zu Anbau, Ernte und Naturschutzeffekten von Wildpflanzenmischungen sowie zur naturverträglichen Bewirtschaftung.

Biodiversität bei Biogas

Arbeitsgänge beim Anbau mehrjähriger Wildpflanzenmischungen zur Biomasseproduktion

Kooperationspartner im Projekt sind das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg, die Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume, das Landwirtschaftliche Zentrum BW, der Fachverband Biogas, die Universität Hohenheim, der Landesjagdverband sowie weitere Institutionen. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg aus zweckgebundenen Erträgen der Glücksspirale.

Die Projektseite „Biodiversität von Biogasanlagen“ finden Sie hier. 

Dem ökonomischen Ertrag von Biogasanlagen steht oftmals ein Minus bei der Biodiversität gegenüber. Doch es gibt erprobte und betriebswirtschaftlich interessante Alternativen, bei denen keine chemischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden und die die Biodiversität in den Offenlandlebensräumen deutlich erhöhen: Biogas aus mehrjährigen Wildpflanzen. Der NABU Baden-Württemberg will nun in dem neuen Projekt „Biodiversität für Biogasanlagen“ Landwirte von diesem Anbausystem überzeugen und damit die Biodiversität stärker in den Focus der Energiewende stellen. Das Projekt ist auf 18 Monate angelegt und baut auf ersten landwirtschaftlichen Erfahrungen in diesem Bereich auf. Mit Workshops, Feldexkursionen und anderen Veranstaltungen werden Alternativen zum Maisanbau für die Biogasgewinnung aufgezeigt und die praktischen Erfahrungen der Landwirte zusammengeführt. Vermittelt wird dabei auch Know-how zu Anbau, Ernte und Naturschutzeffekten von Wildpflanzenmischungen sowie zur naturverträglichen Bewirtschaftung. Kooperationspartner sind das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg, die Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume, das Landwirtschaftliche Zentrum BW, der Fachverband Biogas, die Universität Hohenheim, der Landesjagdverband sowie weitere Institutionen. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg aus zweckgebundenen Erträgen der Glücksspirale.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.