Energie aus Wildpflanzen

Praxisflächenposter NLFlur

Das Netzwerk Lebensraum Feldflur zeigt durch das Anfang 2013 gestartete Projekt „Energie aus Wildpflanzen“, wie Energieerzeugung aus Biomasse mit Zielen des Natur-, Arten- und Landschaftsschutzes verknüpft werden kann.

Für die Biogasproduktion auf landwirtschaftlichen Flächen werden derzeit in erster Linie intensiv betriebene, einjährige Anbausysteme genutzt. Diese haben mitunter negative Folgen für die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft und für den Schutz von Böden und Gewässern. Anders als bei der Nahrungs- und Futtermittelproduktion eröffnet die Biogasproduktion jedoch die Möglichkeit, unterschiedlichste Pflanzenarten und -sorten in Reinsaat und in Mischung anzubauen und den gesamten Aufwuchs zur Methangewinnung zu nutzen. Durch Öffentlichkeitsarbeit, landwirtschaftliche Beratung und politisches Engagement sollen deutschlandweit Saatgutmischungen aus ertrag- und blütenreichen ein- und mehrjährigen heimischen Wildpflanzenarten und Kulturarten in der landwirtschaftliche Praxis etabliert werden.

Umsetzung des Projektes

Mit Öffentlichkeitsarbeit werden Landwirte und Anlagenbetreiber auf ertragreiche, mehrjährige Mischungen aus heimischen Wildpflanzen und Kulturarten als Ergänzung zu konventionellen Energiepflanzen aufmerksam gemacht. Landwirtschaftliche Beratung durch die Projektpartner sichert den Erfolg der Maßnahmenumsetzung in der landwirtschaftlichen Praxis. Durch politisches Engagement finden diese Anbausysteme schließlich Eingang in die Agrarumweltprogramme der Länder.

Wildpflanzen zur Biogasgewinnung leisten einen nachhaltigen Beitrag für die Zukunft von ländlichen Räumen und Regionen.

Saatgutmischungen aus ertrag- und blütenreichen ein- und mehrjährigen heimischen Wildpflanzenarten und Kulturarten bieten im Sommer wie im Winter Nahrung und Deckung für Wildtiere. Lange Blühzeiten und große Blühflächen verbessern das Nahrungsangebot für Wildbienen und andere Insekten und werten das Landschaftsbild und somit den Erholungswert der ländlichen Räume auf. Durch eine späte Ernte wird die Gefahr von Mähverlusten bei Wildtieren verringert. Durch die heimischen Wildpflanzen kommt es zu keiner Florenverfälschung. Sie eignen sich als Dauerkultur und erfordern keine jährliche Bodenbearbeitung und Ansaat. Auf eine mineralische Düngung und chemische Pflanzenschutzmittel kann weitestgehend verzichtet werden. Bodenerosion wird durch die ganzjährige Bodenbedeckung entgegengewirkt. Insgesamt kann durch den Anbau mehrjähriger, ertragreicher Wildpflanzenmischungen zur Energiegewinnung dem Rückgang der Artenvielfalt in den ländlichen Räumen wirksam entgegen gewirkt werden.

Den Projektflyer „Energie aus Wildpflanzen“ können Sie kostenlos bestellen unter Tel. 040 9707869-0 oder per Mail an info@DeWiSt.de.

Downloads

Hier finden Sie den Projekt-Flyer des Netzwerk Lebensraum Feldflur in deutscher, englischer und französischer Sprache.

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