Projektträger

Saaten Zeller GmbH & Co. KG

Laufzeit

01.09.2016 bis 31.08.2019

Das Projekt

Bislang wird nur ein eingeschränktes Potential an Kulturpflanzen zur Biomasseproduktion eingesetzt, das sich meist aus bereits vorhandenen Kulturpflanzen rekrutiert (Mais, Zuckerrüben, Getreide-Silage). Die daraus resultierende Einschränkung in der Fruchtfolgen hat in manchen Regionen zu einer Monotonisierung der Landschaft geführt. Daher bietet die Firma Saaten Zeller bereits seit 2012 blütenreiche mehrjährige Wildpflanzenmischungen zur Biomasseproduktion an. Heimische Stauden weisen eine hohe Effizienz in Bezug auf den Einsatz von Energie-, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln auf und bieten zusätzlich die Möglichkeit einer besseren Anpassbarkeit an mehrjährige Wetterextreme.

Ziel des Vorhabens „Heimische Wildpflanzen als Grundlage zur Entwicklung ressourcenschonender Biomasseproduzenten“ ist eine Ertragssteigerung der Biomasseproduktion von blütenreichen mehrjährigen Wildpflanzenmischungen durch züchterische Bearbeitung. Das Vorhaben soll bei mindestens drei Wildpflanzen-Arten mit hohem Biomassepotential und hoher Anpassungsfähigkeit an verschiedene Umweltbedingungen den Schritt von der Wildpflanze zur Kulturpflanze vollführen. In Vorarbeiten erwiesen sich für diesen Zweck der Rainfarn (Tanacetum vulgare) und der Beifuß (Artemisia vulgaris) als besonders vielversprechend, insbesondere bei einer insgesamt knappen und zeitlich ungleich verteilten Wasserverfügbarkeit. Es ist zu erwarten, dass aufgrund der noch großen Ausgangsvariabilität in den genetischen Ressourcen gerade die ersten Selektionsschritte bei diesen Wildpflanzen zu erheblicher Steigerung des Biomasseertrages führen.

Das Projekt wird gefördert durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Download

Projektflyer der Firma Saaten Zeller