Anders als bei der Nahrungs- und Futtermittelproduktion eröffnet die Biogasproduktion die Möglichkeit, unterschiedlichste Pflanzenarten und -sorten in Reinsaat und in Mischung anzubauen und den gesamten Aufwuchs zur Methangewinnung zu nutzen. Saatgutmischungen aus ertrag- und blütenreichen ein- und mehrjährigen heimischen Wildarten und Kulturarten bieten innovative Ansätze, mit denen die Energieerzeugung aus Biomasse enger mit Zielen des Landschafts-, Natur- und Artenschutzes verknüpft werden kann.

Ökologische Vorteile von Wildpflanzenmischungen zur Energiegewinnung:

  • Mehrjährige Mischungen bieten im Sommer wie im Winter Nahrung und Deckung für Wildtiere.
  • Längere Blühzeiten und große Blühflächen verbessern das Nahrungsangebot für Insekten.
  • Blühmischungen werten das Landschaftsbild auf und erhöhen den Erholungswert einer Region.
  • Durch die Ernte ab Ende Juli wird die Gefahr von Mähverlusten bei Bodenbrütern und Jungtieren verringert.
  • Um die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten zu verhindern, werden in den Mischungen nur heimische Wildpflanzenarten verwendet.

Ökonomische Vorteile von Wildpflanzenmischungen zur Energiegewinnung:

  • Wildpflanzenmischungen eignen sich als Dauerkultur und erfordern keine jährliche Bodenbearbeitung und Ansaat.
  • Auf mineralische Düngung und chemische Pflanzenschutzmittel kann weitgehend verzichtet werden.
  • Durch die ganzjährige Bodenbedeckung wird der Bodenerosion und der Nährstoffauswaschung entgegen gewirkt und die Humusbilanz verbessert.